Aktuell

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Bulletin März 2019

Liebe Mitglieder


Schwerpunkte und Anlässe 2019


Der KVöV hat die Schwerpunkte seiner Tätigkeit für 2019 verabschiedet. Ebenso sind die Termine und Referenten für die KVöV-Anlässe 2019 festgelegt worden. Alle Details erfahren Sie in diesem Bulletin in den ersten beiden Artikeln.


Entwickeln Sie neue, zusätzliche Kompetenzen


Die Digitalisierung als Chance nutzen: Sie wird Ihre Arbeitswelt verändern. Aber keine Angst davor – nutzen Sie die Veränderungen zur Weiterentwicklung. Werden Sie Gestalter des Wandels! Glück kann man nicht erzwingen, aber herausfordern – es kommt auf die Einstellung an!


Resilienz entwickeln: Können Sie dem Druck stetig steigender Anforderungen standhalten? Resilienz wird als die Fähigkeit bezeichnet, sein inneres Gleichgewicht selbst wieder zu finden und es auch beizubehalten. Resiliente Menschen sind in der Lage, aus Krisensituationen gestärkt hervorzugehen. Wir alle können unser Selbstvertrauen weiter entwickeln und resilient werden. Auch dazu ein Beitrag in diesem Bulletin im Artikel 4.


Die Digitale Bahn


Mit SmartRail 4.0 machen die SBB, die BLS, die Südostbahn, die Rhätische Bahn und der Verband öffentlicher Verkehr gemeinsame Sache und wollen die Bahn in die digitale Zukunft führen. Sie arbeiten gemeinsam an der Entwicklung eines neuen Verkehrsmanagement-Systems für die durchgängige Planung und Steuerung des Zugverkehrs. Damit sollen Kosten gesenkt, Kapazitäten erhöht und die Pünktlichkeit und Sicherheit gesteigert werden. Die Arbeiten dazu haben 2017 begonnen. Nun hat SmartRail 4.0 erstmals mit einer Simulation die Machbarkeit aufgezeigt. Das neue System geht jetzt in die Realisierung. Dieses soll bis 2028 in Etappen um-gesetzt werden und die heutigen Systeme ablösen.


Ist Verbandsarbeit noch zeitgemäss?


Verbände gibt es, seit sich Menschen zusammenfinden und gemeinsam für Ihre Anliegen einstehen. Der KVöV will mit seinen Mitgliedern Veränderungen mitzugestalten. Wichtig dazu ist die stete Mitgliedergewinnung. Viele Mitglieder bedeuten eine starke Stimme und mehr Möglichkeiten, Ihre Anliegen und Ideen einbringen. Helfen auch Sie mit, überzeugen Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen, dem KVöV beizutreten – herzlichen Dank. Lesen Sie dazu den Artikel 6.

 

Herzlich danken möchte ich meinem motivierten Team im Vorstand, besonders auch Hans-Peter Leu und Heinz Wiggenhauser, welche den Jubi-Anlass vom November 2018 perfekt organisierten!

 

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit.

 



Markus Spühler
Präsident

 

 

Inhalt


1. Ihre Ansprechpersonen im KVöV
2. Schwerpunkte KVöV 2019
3. Anlässe KVöV 2019
4. Ist Resilienz lernbar?
5. Neuer GAV SBB / SBB Cargo (6. GAV)
6. Mitglied sein beim KVöV – es lohnt sich!
7. Unternehmerische Ausrichtung für SBB Cargo
8. BLS AG: Sozialplan für Best Way erstellt
9. Zentralbahn (zb)
10. Kreuzungsstelle: Einigung BLS und IG «Leissigen Futura»
11. BLS erhält Preis für energieeffiziente Züge
13. Im SBB-Lufttaxi vom Bahnhof nach Hause
14. Technik: Fluor – das aggressivste Element
15. 20 % Rabatt: Mivita Zusatzversicherung von Atupri
16. BusinessPoint im Bahnhof Bern – 2 Stunden gratis
17. Mitgliederangebot: Zeitschriften mit 35% Abo-Rabatt
18. MULTI-Rechtsschutz: Ideale Ergänzung zur Mitgliedschaft
19. VOLVO: PARTNERSCHAFT MIT KVÖV - MINDESTENS 12% MITGLIEDERRABATT
20. Verkehrshausreise: Japan – Bahnland der Superlative
21. Bulletin des Kaderverbandes des öffentlichen Verkehrs

 KVöV Bulletin März 2019


Stellenabbau bei SBB mit „RailFit 20/30“: Der KVöV beobachten die Umsetzung genau

In der Medienkonferenz vom 22. September 2016 informiert die Leitung der SBB AG, weshalb das Programm „RailFit 20/30“ eingeführt wurde und welche Auswirkungen es vor allem auf die Mitarbeitenden in den Jahren 2017 – 2020 haben wird.

Netto sollen insgesamt 1‘200 Vollzeitstellen über 4 Jahre abgebaut werden. Droht ein Verlust von Bahn-Knowhow, und sind Qualität und Sicherheit negativ tangiert?

Die betriebswirtschaftlichen Fakten und die personellen Auswirkungen

Die Ausgangslage und die teils düsteren Zukunftsszenarien, welche die SBB-Führung zu diesem Sparprogramm von insgesamt CHF 1,2 Mrd. führten, wurden in der Medienmitteilung der SBB hinlänglich aufgezeigt. Der Abbau betrifft netto, d.h. in der Summe von Personalabbau und –aufbau rund 1‘200 Vollzeitstellen. Im Einzelnen sehen die angestrebten Zahlen so aus:

Der Personalbestand soll sich zwischen 2017 - 2020 von 33‘147 FTE auf 32‘112 Vollzeitstellen reduzieren, und zwar parallel durch einen Abbau von 2'912 FTE bei einem gleichzeitigen Aufbau von 1‘609 FTE. Zurecht spricht man auch von einem Grossumbau der Unternehmung, da infolge des technologischen Fortschritts zukünftig Mitarbeitende in einem neuen Berufsbild benötigt werden.

Betroffen vom Abbau 2017 – 2020 sind gemäss aktueller Planung

  • 'indirekt Produktive' wie Büropersonal, Fachleitungen: -500
  • Zugverkehrsleiter und Ereignismanagement / Intervention: -250
  • Verkaufspersonal: -220
  • Rangierpersonal: -165
  • weitere 60 Berufsgruppen: -140

verteilt über alle Divisionen der SBB.

Gemäss SBB soll der Abbau dank der sogenannten ‚natürlichen Fluktuation‘ über die 4 Jahre sozialverträglich möglich sein. Ziel der Leitung SBB bezüglich Arbeitsplätzen ist –es klingt auf den ersten Blick paradox- die Erhaltung von zukunftssicheren, nachhaltigen Arbeitsplätzen.

Hier sieht der KVöV seine Aufgabe im Programm „RailFit 20/30“

Der Kaderverband des öffentlichen Verkehrs KVöV ist natürlich betroffen über die hohe Zahl der abzubauenden Stellen – dahinter stehen immer Menschen samt ihren Familien. Als Vertreter der Kader kann der KVöV die markt- und betriebswirtschaftliche Argumentation für den Umbau / Abbau zwar nachvollziehen. Auch kann er das strategische Ziel, die Zukunft der Unternehmung und damit nachhaltige Arbeitsplätze in einem sich stark ändernden Marktumfeld zu sichern, unterstützen. Seit langem deckt sich diese Zielsetzung mit der praktischen Arbeit des KVöV.

Der KVöV ist überzeugt, dass ein sozialverträglicher Umgang mit den Mitarbeitenden, die vom Stellenabbau betroffen sind, in der verhältnismässig langen Periode über die 4 Jahre nicht nur möglich, sondern ein Muss ist. Zusammen mit den übrigen Sozialpartnern, die die Mitarbeitenden der SBB vertreten, sieht es der KVöV als seine prioritäre Aufgabe, den gesamten Umbauprozess in dieser Hinsicht sorgfältig zu verfolgen. Bereits hat die SBB zugesagt, vierteljährlich auf höchster Ebene den Sozialpartnern ein detailliertes Controlling zu präsentieren und über Verbesserungsmassnahmen gemeinsam zu diskutieren.

Das Programm löst mit dem Abbau / Umbau beim Personal Unsicherheiten und auch Ängste aus. Einmal mehr sind die Kader der Unternehmung gefordert, unter noch schwierigeren Umständen zu führen. Auch der angekündigte Wegfall einer ganzen Führungshierarchie vergrössert die Führungsspanne und erschwert die tägliche Arbeit. Auch hier wird der KVöV genau hinschauen und sofort intervenieren, wenn die Belastung zu gesundheitlichen Auswirkungen bei den Kadern führt.

Hier setzt sich der Kaderverband ein

  • Die verbleibenden Mitarbeitenden werden nach dem Abbau mehr Arbeit mit weniger Händen zu bewältigen haben. Damit sind Auswirkungen auf die Gesundheit vorprogrammiert. Der KVöV wird dies genau verfolgen und entsprechend reagieren.
  • Zusätzlich hat die SBB kommuniziert, dass die bisher vom Unternehmen bezahlten Prämien für die Pensionskassen-Risikoversicherung von der den Mitarbeitern mitfinanziert werden soll. Die SBB strebt eine Maximalversion an, die zu einer Lohnreduktion von 0,8% führen würde. Der KVöV verlangt mindestens eine Beteiligung, die zu einer geringeren Belastung der Mitarbeitenden führt.

Für den KVöV ist der angekündigte Lohnabbau unverständlich, wo doch einmal mehr zufriedene und engagierte Mitarbeitende dringend gebraucht werden! Nur dank ihnen kann die SBB weiterhin einen sicheren, pünktlichen und von den Kunden geschätzten Betrieb gewährleisten.

Kontakte KVöV:

Markus Spühler, Präsident KVöV
+41 79 223 05 25
markus.spuehler@kvoev-actp.ch

Heinz Wiggenhauser, Marketing & Kommunikation
+41 79 611 95 30
heinz.wiggenhauser@kvoev-actp.ch