Neues Vorgehen zur Weiterentwicklung des GAV SBB / SBB Cargo

Newsletter vom 29. März 2018 

 

Am 28. Und 29. März 2018 fand die dritte Gesprächsrunde zur Weiterentwicklung des bestehenden GAVs für SBB und SBB Cargo statt. Nach den vorangehenden zwei Runden, in denen die Vorstellungen und Wünsche beidseitig präsentiert worden waren, sollten nun die Verhandlungen beginnen. Zu grosse Steine aber versperrten den Weg.

Seit der letzten Gesprächsrunde vom 23. Februar hat sich in der Zwischenzeit die Situation rund um die SBB verändert: Der Verwaltungsrat der SBB hat die Sanierung von SBB Cargo und damit verbunden den Abbau von 800 Stellen gebilligt, und anlässlich der Bilanzpräsentation konnte die SBB ein sehr gutes Resultat mit einem Reingewinn von CHF 399 Mio. ausweisen.


Nach den Ausführungen zu dieser neuen Ausgangslage zeigte die Verhandlungsgemeinschaft (VG) mit KVöV, SEV, VSLF und Transfair auf, welche grossen Steine den Weg zum Start von ordentlichen Verhandlungen versperren. Die VG von der SBB, ihre Forderungsliste zu reduzieren und sich danach mit fokussierten Vorstellungen erneut an den Verhandlungstisch zu setzen.

Die SBB hinterfragte diese Forderung und zeigte sich enttäuscht über die aus ihrer Sicht mangelnde Gesprächsbereitschaft der VG. Nach einem Time-Out, in der beide Seiten die Gelegenheit nutzten, sich neu zu gruppieren und Lösungen aus der Sackgasse zu suchen, wurde ein Vorschlag zum weiteren Vorgehen präsentiert, auf den man sich einigen konnte: Zwei Kerngruppen aus Vertretern von VG und SBB sprechen sich im kleinen Rahmen zu den Hauptthemen der VG ab. Erst danach kann mit den geplanten Gesprächen über die Gesamtheit der Themen im Gremium weitergefahren werden. Dazu wurde ein Vorgehens- und Zeitplan festgelegt.

Die Arbeiten in den 4 paritätischen Arbeitsgruppen zu Lohn, Arbeitsmarktfähigkeit / Gesundheit, Digitalisierung und Allgemeinem gehen unterdessen gemäss dem gemeinsam abgestimmten Zeitplan weiter.

Der KVöV begrüsst, dass eine Lösung zur Weiterführung der Gespräche gefunden wurde. Ein Abbruch oder eine lange Denk- und Atempause wären nicht zielführend. Es ist nun durchaus vertretbar, gewisse Kernthemen vorzuziehen und danach die Fragen zu diskutieren, bei denen die Positionen weniger weit auseinanderliegen. Wir finden, dass es ein gutes Zeichen gelebter Sozialpartnerschaft ist, dass nach einer hitzigen Diskussion wieder zum lösungsorientierten Courant normal zurückgefunden wurde.


Für Rückfragen:
Markus Spühler, Präsident KVöV

markus.spuehler@kvoev-actp.ch - Tel. +41 79 223 05 25

 

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